Sparsam Leben Archives - Der kleine Hai https://www.kleiner-hai.de/tag/sparsam-leben/ Immobilien, Finanzen und Freude am sparsamen Leben Mon, 04 Dec 2017 20:34:11 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.9 So wurde ich als Sprecher auf den Immopreneur-Kongress eingeladen https://www.kleiner-hai.de/2017/10/so-wurde-ich-als-sprecher-auf-den-immopreneur-kongress-eingeladen/ https://www.kleiner-hai.de/2017/10/so-wurde-ich-als-sprecher-auf-den-immopreneur-kongress-eingeladen/#comments Mon, 30 Oct 2017 10:29:16 +0000 https://www.kleiner-hai.de/?p=810 Ich werde auf dem Immopreneur Kongress(*) am 18./19. November in Darmstadt als Sprecher auftreten. Dort werde ich im Rahmen eines Live-Hackings zeigen wie sich ein Hacker Vorteile beim Immobilienkauf verschaffen könnte. Heute möchte ich davon berichten, wie ich es geschafft weiterlesen...

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Ich werde auf dem Immopreneur Kongress(*) am 18./19. November in Darmstadt als Sprecher auftreten. Dort werde ich im Rahmen eines Live-Hackings zeigen wie sich ein Hacker Vorteile beim Immobilienkauf verschaffen könnte. Heute möchte ich davon berichten, wie ich es geschafft habe, dort als Sprecher eingeladen zu werden. Doch der Reihe nach.

Der Immopreneur Kongress

Der Immopreneur Kongress(*) richtet sich an private Immobilieninvestoren und wird dieses Jahr bereits zum zweiten Mal von Thomas Knedel veranstaltet. Thomas Knedel ist Autor des Buchs Erfolg mit Wohnimmobilien, mit dem ich den Einstieg als Immobilieninvestor gemacht habe, und Gründer der Immopreneur-Community. Ich habe im Immopreneur-Podcast vom Kongress erfahren und dachte: Da will ich hin! Allerdings sind die Tickets nicht ganz günstig. Dafür gibt es aber auch viele bekannte Sprecher. Besonders freue ich mich auf Investmentpunk Gerald Hörhan sowie Johann Köber, Autor des großartigen Buches Steuern steuern.

Bilder der Sprecher des Immopreneur-Kongresses
(*) Partnerlink

 

Der Kleine Hai als Sprecher

Ich wollte also zum Kongress und habe mir überlegt, wie ich das am besten anstelle. Schnell kam mir die Idee, dass es doch viel cooler wäre dort als Sprecher aufzutreten. Vermutlich gibt es jedoch sehr viele angehende Immobilieninvestoren mit zwei oder drei Objekten, die dort gerne sprechen würden. Daher entschied ich mich, nicht nur als Immobilieninvestor zu sprechen sondern als Hacker: Ein sogenanntes Live-Hacking, bei dem ich eigene Geräte mitbringe und zeige wie diese angegriffen werden können, habe ich schon oft auf vielen Veranstaltungen durchgeführt. Bisher jedoch nur für meine Arbeitgeber. Doch egal auf welcher Veranstaltung: Wenn es eine Auswahl gab, dann war das Live-Hacking immer einer der am meisten besuchten Vorträge.

Mein Bewerbungsvideo

Ich hatte keinen Zweifel, dass wenn ich dort erst mal sprechen würde, mein Vortrag super ankommen würde. Davon musste ich jetzt nur noch Thomas überzeugen. In einer Episode des Smart Passive Income-Podcasts hat Pat Flynn einmal davon erzählt, wie er ein Bewerbungsvideo bekommen hat. Jeden Tag bekommt er viele Anfragen von Leuten, die gerne beim ihm zu Gast im Podcast wären. Aus der großen Menge E-Mails heraus gestochen hat jedoch ein Bewerbungsvideo. Mittlerweile mag das vielleicht auch nicht mehr die allerneuste Idee sein, aber genau das war es, wofür ich mich entschieden habe. Ein Bewerbungsvideo:

Das Video ist nur mit einer Handy-Kamera aufgenommen, was man vor allem bei der Soundqualität merkt. Die Aufnahmen habe ich gemeinsam mit meiner Frau an einem schönen Sonntagmittag gemacht und wir hatten dabei wirklich Spaß. Den Schnitt habe ich dann an meinem freien Montag gemacht. Weil ich so etwas sehr selten mache, hat mich das dann fast den ganzen Montag gekostet, aber auch das war eine spannende Sache.

Zehn Minuten nachdem ich den Link zum Video verschickt habe, hat Thomas mich dann persönlich angerufen. Nein, tatsächlich hat es viel länger gedauert und ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, als ich einen Anruf von seinem Immopreneur-Best-Body Stephan Steup bekommen habe.

Jetzt freue ich mich schon sehr auf den Kongress!

Du auch?

Sollte tatsächlich jemand von Euch auch auf dem Kongress sein, würde ich mich natürlich riesig freuen, Euch dort zu treffen. In diesem Fall hinterlasst einfach einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail, dann können wir einen Treffpunkt vereinbaren.

Werbung

Wer noch kein Ticket für den Kongress hat, kann sich morgen, Dienstag, den 31.10.2017 ein solches zu besonderen Konditionen(*) sichern. Thomas scheint auch im Internetmarketing fit zu sein und veranstaltet einen Halloween-Flash-Sale für 24 Stunden. Wer wirklich hin möchte bekommt hier tatsächlich ein gutes Angebot(*). Über die ganz Fledermäuse und Kürbisse auf der Seite muss man einfach großzügig hinwegsehen.

(*) Partnerlinks: So gekennzeichnete Links machen das Produkt oder die Dienstleistung für Dich nicht teurer, aber wenn Du über diesen Link bestellst, bekomme ich eine kleine Provision. Du unterstützt damit meine Arbeit, die ich in diesen Blog rein stecke.

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Blick über die Dächer 1: Variable Darlehen, Jamaika und 75% auf Alles https://www.kleiner-hai.de/2017/10/blick-ueber-die-daecher-1-variable-darlehen-jamaika-und-75-auf-alles/ https://www.kleiner-hai.de/2017/10/blick-ueber-die-daecher-1-variable-darlehen-jamaika-und-75-auf-alles/#respond Fri, 27 Oct 2017 16:18:03 +0000 https://www.kleiner-hai.de/?p=807 Beim „Blick über die Dächer“ möchte ich aufsammeln, was mir in der Woche so aufgefallen ist. Hauptsächlich werden das Links sein, aber auch ein paar Gedankenschnipsel, die es nicht zu einem eigenen Artikel geschafft haben. Variable Darlehen der Bank schmackhaft weiterlesen...

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Beim „Blick über die Dächer“ möchte ich aufsammeln, was mir in der Woche so aufgefallen ist. Hauptsächlich werden das Links sein, aber auch ein paar Gedankenschnipsel, die es nicht zu einem eigenen Artikel geschafft haben.

Variable Darlehen der Bank schmackhaft machen

Banken mögen variable Darlehen, die jederzeit zurückgezahlt werden können nicht sonderlich: Verständlich, denn der Aufwand für die Prüfung ist kaum kleiner als wenn man das Geld für die nächsten 10 Jahre nehmen würde. Und die Zinsen sind noch weniger. Es gibt aber eine Sache, die der Bank das Darlehen schmackhaft machen könnte:

Geht es um ein Fix-and-Flip-Geschäft, also das schnelle Kaufen, Renovieren und wieder Verkaufen, braucht ja auch der spätere Käufer einen Kredit. Die Bank hat aber schon eine Grundschuld für den variablen Kredit eingetragen. Die könnte der spätere Käufer übernehmen. Für diesen wäre das sehr geschickt: Er spart sich Notar- und Grundbuchkosten. Die Bank hat also gute Chancen, dass sie mindestens mal ein Angebot an den späteren Käufer machen kann. Das Objekt kennt die Bank ja schon. Auch für den Verkäufer ist das sehr angenehm: Er könnte sich die Kosten für die Löschung der Grundschuld sparen. Win-Win-Win und so. In jedem Fall aber eine schöne Argumentation um die Bank zu überzeugen. Hab ich heute von einem Vermittler so gehört.

Immobilien

Finanzen

  • Habe mir schon länger überlegt Hörhans zweites Buch zu lesen. Schließlich war er es, der mich überhaupt dazu gebracht hat über Geld nachzudenken. Stefan hat eine Rezension zu Gegengift verfasst.
  • Beim Maschinisten gibt es 75% auf Alles. Sehr gut!

Und sonst so

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Sparen im Luxus-Urlaub: 4 Wochen USA https://www.kleiner-hai.de/2017/10/sparen-im-luxus-urlaub-4-wochen-usa/ https://www.kleiner-hai.de/2017/10/sparen-im-luxus-urlaub-4-wochen-usa/#comments Mon, 16 Oct 2017 16:22:37 +0000 https://www.kleiner-hai.de/?p=777 Fast vier Wochen sind wir durch die USA gereist. In dieser Zeit haben wir viel gesehen und in unserem Luxus-Urlaub die Freude am Sparen erlebt, so dass ich hier gerne davon berichten möchte. Nebenbei werdet Ihr erfahren was kurze Zinsbindung weiterlesen...

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Fast vier Wochen sind wir durch die USA gereist. In dieser Zeit haben wir viel gesehen und in unserem Luxus-Urlaub die Freude am Sparen erlebt, so dass ich hier gerne davon berichten möchte. Nebenbei werdet Ihr erfahren was kurze Zinsbindung im Urlaub für Vorteile hat.

New York

Begonnen hat unsere Reise in New York. Fünf Nächte in New York zu übernachten kann teuer werden. Aber dank AirBnB hatten wir nicht nur ein Zimmer für uns, sondern auch fast eine ganze Wohnung. Von den Mitbewohnern haben wir so gut wie nichts gesehen. Und für $50 pro Nacht in Manhattan war das ein guter Deal. New York war aber die einzige Stadt, in der wir AirBnB genutzt haben, in allen anderen Städten hatten wir das Gefühl bei Booking.com ein besseres Preisleistungs-Verhältnis zu finden.

Kinky Boots

Eines unserer großen Highlights hatten wir gleich zu Beginn: Wir haben das Broadway-Musical „Kinky Boots“  angeschaut. Musik und Bühnenshow waren großartig und wir hatten super Plätze. Normal hätten die $180 pro Person gekostet. Aber an den TKTS-Ticketständen gibt es auf die Restbestände für den selben Abend 50%-Rabatt. Man kann sich die Plätze nicht aussuchen, es werden immer die besten noch verfügbaren Plätze verkauft. Auf dem Times Square ist die riesige Schlange kaum zu übersehen. Wer keine Lust hat für die reduzierten Tickets zwei Stunden anzustehen, geht einfach zu TKTS South Street Seaport, wo man schon nach 15 Minuten seine Tickets in der Hand hält. Kinky Boots kommt jetzt übrigens auch ab Dezember nach Hamburg.

Bühnenbild von Kinky Boots
Broadway-Musical Kinky Boots

Staten Island Ferry

Als guter Tourist ist ein Besuch bei der Freiheitsstatue natürlich Pflicht. Davon zeugen auch die Heerscharen von Ticketverkäufern sobald man sich der Fähre nähert. Doch statt $18.50 für eine Fahrt zu Liberty Island zu berappen, kann man auch die Fähre zu Staten Island nehmen. Die fährt direkt an Liberty Island vorbei, so dass man den perfekten Blick auf die Staute bekommt und zwar gratis. Die Fähre verkehrt alle 30 Minuten und ist tatsächlich immer kostenlos. Dazu gibt es nicht nur den Blick auf die Statue sondern auch eine beeindruckende Sicht auf die Manhatten-Skyline. Uns hat die Fahrt so gut gefallen, dass wir die Runde noch ein zweites Mal bei Nacht gemacht haben.

Skyline New York
Blick von der Staten Island Ferry auf Manhattan

Skyline

Ein Blick auf New York von oben kann unglaublich teuer sein: $54 kostet ein Besuch im Empire State Building, wenn man bis ganz nach oben möchte. Aber wir hatten Glück: Shama Zehra, Gründerin der App Jetzy und Pakistans jüngste Vorzeigeunternehmerin, deren Erfolgsgeschichte schon von Forbes vorgestellt wurde, hat uns zu ihrem Geburtstag eingeladen. Und zwar in die PHD Rooftop Lounge, die einen beeindruckenden Blick über das nächtliche New York bot. Na gut – ich gebs ja zu: Sie hat nicht nur ihren Geburtstag gefeiert sondern auch den Start ihrer App „Jetzy“ und hat dafür bei Couchsurfing eine Einladung gepostet, die wir glücklicherweise gefunden haben. Aber wir haben ihr auch kurz zum Geburtstag gratuliert.

Kleiner Hai vor der Manhattan-Skyline bei Nacht
Der kleine Hai auf der Geburtstagsfeier von Shama Zehra

Kayaking

Einen ganz anderen Blick auf New Yorks Skyline kann man beim Kajak fahren auf dem Hudson River genießen. Zwanzig Minuten kostenlos paddeln kann man zum Beispiel am Pier 96 beim Manhattan Community Boathouse. Ehrenamtliche geben die Kajaks aus und es ist wirklich ein Spaß im Wasser neben der hektischen Metropole eine kurze Auszeit vom Stadtleben zu nehmen.

Frau im Kajak im Hudson River vor der Skyline
Frau Hai paddelt im Hudson River

Shakespeares Macbeth

New York Classical Theatre führt jedes Jahr im Sommer umsonst und draußen Theaterstücke auf. Jede Szene findet an einem anderen Ort statt und so folgt das Publikum den Schauspielern – in unserem Fall durch den Brooklyn Bridge Park. Das Shakespeare-Englisch war unglaublich schwierig zu verstehen, aber ein Erlebnis war es trotzdem!

Brooklyn Botanic Garden

Als meine Frau vorgeschlagen hatte, den botanischen Garten in Brooklyn zu besuchen, war ich nicht gerade völlig aus dem Häuschen. Aber der Garten war großartig. Nicht nur wegen der Vielfalt der Pflanzen, aber auch als Park einfach wunderschön. Und in den Gewächshäusern gabs Bonsais, Tropen und sogar Wüste. Normalerweise kostet der Eintritt $15, aber da wir an einem Dienstag hin sind war es, wie jeden Dienstag, kostenlos.

Seerosen und Bambus
Gewächshaus im Brooklyn Botanic Garden

Philadelphia und Baltimore

Mit Bussen sind wir nach Philadelphia und Baltimore weiter gereist. Dort haben wir jeweils zwei Nächte verbracht. Das Besondere daran: in beiden Städten haben wir Couchsurfing-Hosts gefunden. Für die, die es nicht kennen: Auf Couchsurfing stellen Einheimische Reisenden ihre Couch, ein übriges Bett oder gar ein Gästezimmer kostenlos zur Verfügung. Die Idee ist jedoch nicht nur günstig zu übernachten, sondern sich auch gegenseitig kennenzulernen. In Philadelphia hat uns Michelle aufgenommen, die in einem Haus mit rund 15 anderen Studenten wohnt. In ihrem Zimmer hatte sie ein Extra-Bett auf dem wir schlafen konnten. Sie war sehr interessiert an Deutschland und Russland und wie wir die USA sehen. In Baltimore haben wir bei Kate und Rob übernachtet und hatten dort sogar ein Gästezimmer mit Bett nur für uns. Rob arbeitete als Stadtentwickler in der Entwicklungshilfe und hatte sehr interessante Einsichten dazu, wie Entwicklungshilfe funktionieren sollte.

Ich wollte nicht den gesamten Urlaub über nur Couchsurfing machen, weil etwas mehr Privatsphäre und Unabhängigkeit auch schön ist, aber für zwischendurch definitiv eine Bereicherung und coole Erfahrung!

Werbeschild vor blauem Himmel
Ein Hauskäufer wirbt in Philadelphia

Washington, DC

Washington ist die Hauptstadt der kostenlosen Museen. Die Anzahl und Qualität der Museen ist extrem beeindruckend. Im Luft- und Raumfahrtmuseum hatten wir einen pensionierten Airline-Piloten als Führer, der die Geschichte der Luftfahrt so anschaulich und mit so viel Begeisterung erzählt hat, dass man nur mitgerissen sein konnte. Das Natural-History-Museeum zeigt mit einer unglaublichen Vielfalt an Exponaten die Geschichte der Erde. Auch hier haben wir eine kostenlose Führung mitgemacht und so verstanden, warum ein Museum Plattentektonik erklärt und Edelsteine und Tier-Exponate zeigt. Auch der Zoo in Washington ist kostenlos und der Besuch dort war schön, aber wir hatten uns ein klein wenig mehr erhofft. Der Zoo in Leipzig zum Beispiel ist um Welten besser.

Viele Flugzeuge im Luft- und Raumfahrmuseum
Hier endete die Führung im Luft- und Raumfahrmuseum

Die Vorteile der kurzen Zinsbindung

Eigentlich wollten wir unsere Reise in Florida fortsetzen, doch weil uns dann Hurrikan Irma in den Weg kam, haben wir unsere Reise an der Westküste fortgesetzt. Schon in Deutschland hatten wir den Flug von Washington nach Miami gebucht.

Dabei sind mir die Parallelen zur Zinsbindung aufgefallen. Auf der einen Seite bringt eine langfristige Zinsbindung – also das frühe Buchen von Flügen und Unterkünften – Sicherheit in Form von Planbarkeit. Auf der anderen Seite nimmt man sich damit auch viel an Flexibilität. Die Hotline-Telefonate haben uns einiges an Zeit und Nerven gekostet, bis der Flug letztendlich kostenlos storniert war. Und wir waren sehr froh, dass wir noch keine Hotels in Florida gebucht hatten, die wir ja auch noch alle hätten stornieren müssen.

Flexibilität hat also durchaus auch ihre nicht zu unterschätzende Vorteile. Da wir fast alle Unterkünfte kurzfristig gebucht haben, konnten wir kurzfristige Angebote und Vorteile mitnehmen und unsere Aufenthalte beliebig verlängern oder verkürzen. Allerdings hat diese Flexibilität auch ihren Preis: Es ist kein gutes Gefühl am Abend einzuschlafen und noch nicht zu wissen, wo man die nächste Nacht verbringen wird. So ist es uns beispielsweise gegangen, als wir abends entschieden haben, die Reise am nächsten Tag nach Miami wegen des Hurrikans nicht anzutreten.

Wegen der enormen Wertsteigerung, die unser Bauprojekt erfährt, habe ich mir schon überlegt, dass es doch besser gewesen wäre, nur kurzfristig zu finanzieren, dann hätte ich mit Fertigstellung die Möglichkeit gehabt direkt zu verkaufen. Andererseits schlafe ich jetzt sehr ruhig, weil ich weiß, dass durch die langfristige Zinsbindung nicht anbrennen kann.

Den Wert der Flexibilität sollte man aber auch bei Rentenprodukten wie Riester nicht vernachlässigen.

Las Vegas

Wir haben unsere Reise also an der Westküste fortgesetzt und der günstigste Flug dorthin führte uns nach Vegas. Ich liebe Vegas.

Gewinnen

Als absoluten Spartipp kann ich natürlich nur empfehlen, beim Glücksspiel zu gewinnen. Verlieren eignet sich hierfür weniger. Mutig wie ich bin, habe ich also $10 gesetzt und bin mit $20 nach Hause gegangen.

Hart arbeiten

Auch im Urlaub kann man mal ne Stunde hart arbeiten. So gibt es in Las Vegas im MGM-Hotel das „CBS Television City Research Center“. Jede Serie, die in den letzten 20 Jahren auf CBS erschienen ist wurde dort – und nur dort – darauf getestet, wie gut sie beim Publikum ankommt. Meine Frau und ich haben dann also den Piloten einer bis dahin unveröffentlichten Serie gesehen und bewertet. Und weil das so harte Arbeit ist, haben wir auch noch je $20 dafür bekommen.

Insgesamt haben wir also $50 in Las Vegas gut gemacht. Ich hatte schon viele Ideen, wofür wir diese $50 unvernünftiger Weise ausgeben könnten, weil wir die ja eigentlich gar nicht hätten. Aber meine Frau blieb hart: Die $50 dürfen nicht leichtfertiger ausgegeben werden als der Rest unseres eigenen Geldes. Recht hat sie.

Shows

Wer eine Show in Las Vegas sehen möchte, sollte dringend die Preise vergleichen. Fast alle Shows finden in Hotels statt. Wir haben bei der Reservierungshotline eines Hotels Glück gehabt und die Show dort für $30 pro Ticket statt online $50 oder ganz ohne Discount $70 bekommen, obwohl wir für den gleichen Abend gebucht haben.

Viele Leute unter dem künstlichen blauen Himmel der Freemont-Street
Freemont in Las Vegas: Viel lustiger als auf dem Strip

Sparmöglichkeiten im Urlaub

Auch auf dem Rest unserer Reise gab es noch einige Momente in denen wir uns über tolle Deals und Sparmöglichkeiten gefreut haben, aber die oben genannten waren sicher die Highlights. Jetzt möchte ich noch ein paar generelle Spartipps für Urlaubsreisen (nach Amerika) geben.

Google nach „free things to do in …“

Es ist eigentlich so trivial, dass man es nicht aufschreiben müsste, aber die Ergebnisse sind so großartig, dass ich es doch erwähnen möchte. Neben den vielen Möglichkeiten, die es gibt, sich darüber zu informieren, was man in einer Stadt tun und sehen kann, sollte man auf jeden Fall auch nach „free things to do in …“ oder „cheap things to do in …“ googlen. Man hat im Urlaub  meist nur eine stark begrenzte Zeit in jeder Stadt und warum sollte man für tolle Erlebnisse bezahlen, wenn es auch viele ebenso tolle kostenlose Aktivitäten gibt? Natürlich haben wir in vielen Städten für tolle Attraktionen auch bezahlt, aber wir haben nirgendwo einen City-Pass oder ähnliches kaufen müssen, weil wir gar nicht so viel Zeit hatten, neben all den tollen kostenlosen Dingen, die es zu tun gab, auch noch so viel Geld auszugeben.

Nutze Supermärkte

Auch im Urlaubsland gibt es Supermärkte und diese sind für Touristen nicht tabu. Es spart einem nicht nur so manchen Restaurantbesuch, es ist auch noch spannend zu sehen, was im Urlaubsland so in den Regalen liegt. Frühstück und Abendessen kann man beispielsweise super im Hotel mit den Lebensmitteln aus dem Supermarkt zu sich nehmen. Und da wir die Minibar mit den überhöhten Getränkepreisen eh nicht nutzen, haben wir mit etwas Glück sogar noch einen Kühlschrank zur Verfügung. Messer und Gabel? Das verleiht das Hotel-Restaurant gerne. Für das zweite Frühstück am morgen kann man sich bequem was einpacken. Und so bleibt nur noch eine Mahlzeit, die man unterwegs abdecken muss. Und da bei hilft zum Beispiel Yelp.

Nutze Yelp

Während Yelp in Deutschland leider recht ungenutzt ist, ist es in Amerika eine wahre Fundgrube. Wenn wir unterwegs also ein (Fastfood-)Restaurant gesucht haben, sind wir so vorgegangen: Yelp-Filter auf $ (bei einer Skala von $ bis $$$$), Radius 6 Blocks und sortiert nach Bewertung absteigend. So haben wir richtig gute Burger, Burritos, wirklich leckeres, frisch zubereitetes Sushi, und verschiedenste Arten von Pizzen gefunden. Aber auch spannende mediterrane Gerichte waren mit dabei. Auffällig: Fast immer waren die Restaurants, die wir so gefunden haben, von Einheimischen gut besucht. Fast alle Restaurants bieten auch noch einen 50 % – Rabatt, wenn man zu zweit kommt: Teilt man sich eine Mahlzeit, zahlt man pro Person nur die Hälfte. Und abends im Hotel wartet ja schon eine große Mahlzeit auf einen.

Water Fountains

Wer den ganzen Tag unterwegs ist, muss vor allem bei warmen Temperaturen viel trinken. So viel kann man gar nicht mit sich rumtragen. Glücklicherweise gibt es in Amerika fast überall sogenannte water fountains. Da es nicht so angenehm ist, daraus zu trinken, haben wir einen Pappbecher mit uns rumgetragen. Der hat gut in die Tasche gepasst und wurde bei Bedarf alle zwei oder drei Tage ausgetauscht.

Water-Fountain neben einer Bank
Mit Water-Fountains kann man viel Geld sparen und ist nie durstig

Günstig Übernachten

Sicherlich der größte Posten unserer Reisekosten waren die Übernachtungen. Wir haben eine Reihe von Möglichkeiten genutzt unsere Übernachtungskosten möglichst gering zu halten. Je nach Stadt haben wir die besten Angebote entweder auf Booking.com oder bei AirBnB gefunden. Bei AirBnB ist es der „Normalfall“, dass man in einem privaten Zimmer in der Wohnung des Vermieters wohnt. Das ist natürlich nicht so komfortabel wie ein Hotel, aber manchmal eben günstiger. In vielen Fällen hatten wir jedoch – besonders in Städten mit hohen Hotelpreisen – das Gefühl, dass die Preisleistung bei AirBnB nicht stimmt. Wenn ich günstigere Hotels als Zimmer in einer Wohnung finde, dann passt das für mich nicht mehr. Es lohnt sich aber auf jeden Fall auf beiden Platformen zu suchen. Sehr schnell zu guten Ergebnissen kommt man bei Booking, wenn man als Filter Hotels mit Bewertung 7+ (oder 8+ wenn man es wirklich schön mag) einstellt und dann nach Preis sortiert.

Aber auch auf Google Maps kann man gut nach Hotels suchen. Vor allem, wenn man ein Hotel zwischen zwei Stationen sucht ist Google Maps super. Beispielsweise lässt sich die Fahrt von Los Angeles nach San Francisco super teilen. Zwei Stunden am Abend und 3,5 Stunden am nächsten Morgen sind nicht nur angenehmer zu fahren sondern erlauben auch noch sehr günstige Übernachtungen mitten im Nirgendwo.

Apropos fahren: Während es fast überall extrem viel teurer ist, einen Mietwagen an einer anderen Station abzugeben als abzuholen, scheint das bei der Strecke Las Vegas – San Francisco kaum der Fall zu sein. Ich habe schon länger nicht mehr verglichen, aber als ich vor einiger Zeit sehr intensiv verglichen habe, war billiger-mietwagen.de  immer die günstigste Option – auch um in Amerika zu buchen. Die Abwicklung war auch immer sehr angenehm. Man muss nur auf die Bewertungen des Anbieters achten, wenn der Mietwagen nicht von einer der großen Firmen kommt.

Natürlich macht auch Couchsurfing die Reise günstiger, aber wer das ausschließlich zum Sparen machen möchte, ist bei Couchsurfing eher falsch.

Nutze Uber und Lyft

Eigentlich sollte die Überschrift ja heißen gehe zu Fuß und nutze öffentliche Verkehrsmittel. Aber wenn wir mal davon ausgehen, dass das ohnehin klar ist, dann ist Uber und Lyft im Vergleich zu Taxis eine große Ersparnis. Insbesondere für Neukunden. Sowohl Uber als auch Lyft verschenken in den USA an allen Ecken Neukundengutscheine für Freifahrten im Wert von $10 bis $15. Da wir zu zweit unterwegs waren haben wir dann also zwei mal zwei Freifahrten gehabt. Diese haben wir hauptsächlich für die Wege von und zu den Flughäfen mit viel Gepäck genutzt. Am Ende haben wir dann sogar noch eine Fahrt gemacht, die wir bezahlt haben. War ja schließlich ein Luxus-Urlaub.

Flugsuche

Artikel darüber, wie man günstige Flüge findet gibt es im Internet viele und vielleicht schreib ich auch mal meinen eigenen, an dieser Stelle nur wenige Tipps von mir. Die Powersuche bei swoodoo erlaubt es Flugpreise in einem bestimmten Zeitraum von einem bestimmten Flughafen zu suchen.

Wenn ich also weiß, dass ich jetzt plötzlich dringend an die Westküste möchte, dann öffne ich einfach die Powersuche und schaue, welche Zielflughäfen in diesem Monat die günstigsten sind. Auch wenn der einzelne Flug dann etwas teurer wird, als die gezeigten Preise, weil man eben nicht den günstigsten Flug des gesamten Monats nehmen kann, so habe ich die Erfahrung gemacht, dass der gefundene Zielflughafen trotzdem der günstigste bleibt.

Den konkreten Flug suche in dann mit Plus-Minus-3-Tage-Option bei kayak. Durch das Buchen von Multi-Stop oder Gabelflügen kann man manchmal auch noch sparen. Hier bietet es sich jedoch an, durch das Nutzen der Plus-Minus-3-Tage-Option für die einzelnen Segmente die günstigsten Flugzeiten vorab zu ermitteln.

Fazit

Fast vier Wochen durch die USA zu reisen ist definitiv ein Luxus-Urlaub und ein tolles Erlebnis, aber noch lange kein Grund sich die Sparrate für den Rest des Jahres zu ruinieren. Und als motivierter Investor findet man auch im Urlaub viele interessante Anregungen.

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Finanzielle Freiheit und Lebenskrisen https://www.kleiner-hai.de/2017/07/finanzielle-freiheit-und-lebenskrisen/ https://www.kleiner-hai.de/2017/07/finanzielle-freiheit-und-lebenskrisen/#comments Mon, 17 Jul 2017 10:07:01 +0000 https://www.kleiner-hai.de/?p=761 Finanzielle Freiheit ist ein Thema zu dem ich bisher noch nicht viel geschrieben habe. Aus gutem Grund. Doch jetzt kann ich nicht mehr an mich halten, hier also mein Beitrag zur kontroversen Debatte. Was ist finanzielle Freiheit? Eigentlich würde ich weiterlesen...

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Finanzielle Freiheit ist ein Thema zu dem ich bisher noch nicht viel geschrieben habe. Aus gutem Grund. Doch jetzt kann ich nicht mehr an mich halten, hier also mein Beitrag zur kontroversen Debatte.

Was ist finanzielle Freiheit?

Eigentlich würde ich Begriffe gerne erklären bevor ich sie das erste Mal verwende. Bei der finanziellen Freiheit oder auch finanziellen Unabhängigkeit ist das Problem jedoch, dass uns das direkt zum Kern der Debatte katapultieren würde. Daher an dieser Stelle für diejenigen, die diese Begriffe gerade zum ersten Mal hören, nur eine Minimalvorstellung:

Die Idee der finanziellen Freiheit ist es, so viel Geld anzuhäufen, dass man davon bis zu seinem Lebensende leben kann. Da man meist nicht so genau weiß, wie lange das noch ist, soll der Geldhaufen so groß sein, dass man nur „von den Zinsen“ leben kann. Der Haufen selbst soll nicht mehr schrumpfen. Je nach Lebensstil braucht man dafür keine Millionen. Für 300.000 € auf dem Haufen kann man schon mit 1.000 € im Monat rechnen. Der Frugalist Oliver erklärt hier die 4%-Regel.

Worum wird jetzt gestritten?

Auffällig ist, dass besonders viele Blogs sich mit der finanziellen Freiheit beschäftigen, die von Leuten betrieben werden, die diese noch nicht erreicht haben. Das große Vorbild Mr Money Mustache hat es geschafft. Oliver setzt das super für den deutschsprachigen Raum um. Aber dann gibt es eben noch viele, die nur auf den Zug auf zu springen scheinen. Dass ich mich hier nicht einreihen wollte, ist einer der Gründe warum ich bisher zum Thema geschwiegen habe.

Ich kann verstehen, dass sich manch einer von den FF-Propheten gestört fühlen mag.

Holger von Zendepot tritt die Gegenrede an. Und Christian von Großmutters Sparstrumpf geht noch einen Schritt weiter:

Wenn du den starken Wunsch nach „finanzieller Freiheit“ verspürst, dann frage dich bitte: Stimmt etwas nicht mit meinem Job?

Ich gebe zu: Ich verspüre den starken Wunsch nach finanzieller Freiheit. Bin ich krank? Stimmt etwas mit mir nicht?

Macht mein Job mich unglücklich?

Das muss es sein. Schließlich arbeite ich auch jetzt schon nur vier Tage die Woche. Mein Job muss echt schlimm sein.

Aber warum macht mein Job mir dann so viel Spaß? Müsste ich meinen Urlaub nicht mit meiner Frau abstimmen, so würde ich definitiv meinen Urlaub auf unbestimmte Zeit verschieben – nur um beim kommenden Projekt von Anfang an dabei sein zu können – so sehr freue ich mich darauf.

Wenn auch nicht alle Projekte so cool sind, wie das kommende – mein Job macht mir Spaß! Ich gehe gern zur Arbeit ins Büro. Ich habe gute Arbeitsbedingungen. Ganz sicher betrachte ich meinen Job nicht als notwendiges Übel, auch wenn natürlich nicht immer alles so viel Spaß macht wie im Moment.

Warum möchte ich die finanzielle Freiheit erreichen?

Dies ist ein Thema, das ganze Blogparaden füllt. Ich kann das jetzt nicht in einem Absatz vollständig abhandeln. Daher nur ganz kurz an dieser Stelle:

Ich habe das Gefühl, dass es – in meiner Position – unverantwortlich wäre sie nicht anzustreben. Meine Frau und ich verdienen deutlich mehr Geld als wir fürs tägliche Leben brauchen. Wir wissen nicht, ob das immer so bleiben wird.

Äußere Zwänge zu minimieren erscheint mir sehr sinnvoll. So sehr mir meine Arbeit Spaß macht – es können Zeiten kommen in denen es etwas wichtigeres geben kann. Sei es den Kindern, die vielleicht mal kommen, beim Aufwachsen zu helfen, oder vielleicht möchte ich mich mal um meine Eltern kümmern, falls das erforderlich werden sollte. Der Schwiegervater einer Freundin ist gestorben und sie hatte ernsthafte Probleme im Job ein paar Tage frei zu bekommen um ihren Mann auf die Reise ins Heimatland des Vaters zu begleiten. In einer solchen Situation sagen zu können: Lieber Arbeitgeber, Du bist jetzt Prio 2. Gerne komme ich wieder und arbeite mit Spaß und voller Kraft mit, wenn ich wieder soweit bin. Aber die nächsten zwei Monate bin ich erst mal weg. Ab morgen.

Vielleicht möchte ich mich mal selbstständig machen, ohne Angst haben zu müssen, ob ich meinen Lebensunterhalt noch bestreiten kann. Halt, halt! In diesem Abschnitt geht es doch um finanzielle Freiheit und jetzt schreibe ich als Motivation, dass ich mich vielleicht einmal gerne Selbständig machen möchte?

Finanzielle Freiheit und (Extremely) Early Retirement

Hier kommen wir zum Kern der Debatte. Mir scheint, dass bei den Reden gegen die finanzielle Freiheit zwei Begriffe wild vermischt werden: Finanzielle Freiheit und Early Retirement.

Für mich bedeutet finanzielle Freiheit von einem auf den anderen Tag meinen Job kündigen zu können, ohne meinen Lebensstil (zu sehr) einschränken zu müssen. Die Freiheit ist, es zu können. Nicht zwangsläufig es auch zu tun.

Early Retirement hingegen wäre das, wogegen sich viele der Stimmen richten. Den Job mit 30, 40 oder 50 an den Nageln zu hängen. Weil man’s kann. Auch hier denke ich, ist ein Großteil der Kritik ungerechtfertigt. Ich habe großen Zweifel daran, dass sich die Studien über den Gesundheitseinfluss der Rente vom Regelrenteneintrittsalter genauso auf die „frühe Rente“ übertragen lassen.

Natürlich: Wer nur noch „Netflix und Chill“ oder Strand und Sonne vor hat, tut sich vermutlich nichts Gutes. Aber wo ist das denn der Fall? Wer jetzt so engagiert ist zu bloggen und sein Leben aktiv zu gestalten, der wird doch nicht von 100 auf 0 gehen. Es gibt so viele Möglichkeiten sein Leben zu gestalten und aktiv zu leben. Auch ohne Vollzeit-Angestellten-Job.

Lottogewinn und Sinn des Lebens

Was würdest du gerne tun, wenn sich morgen herausstellen würde, dass ein entfernter Onkel dir 2 Millionen Euro vermacht hat? Welche Pläne hättest du dann für dein Leben?

Diese Frage, die Christian hier stellt, kann ich leider noch nicht zufriedenstellend beantworten. Das ist auch der Hauptgrund, weswegen ich mich bisher noch nicht zum Thema geäußert habe.

Tatsächlich wünsche ich mir nicht im Lotto zu gewinnen. Vorsichtshalber spiele ich auch kein Lotto. Die finanzielle Freiheit ist ein Ziel, welches ich mir gemeinsam mit meiner Frau gesetzt habe. Das möchte ich auch mit ihr gemeinsam erreichen. Ein Lottogewinn würde mir die Möglichkeit nehmen, das selbst zu schaffen. Ich weiß, dass die Einstellung aus verschiedenen Gründen kritisch zu hinterfragen ist – aber an dieser Stelle wollte ich das einfach mal ehrlich mitteilen.

Ich weiß auch wirklich noch nicht, wie ich mir das Leben in finanzieller Freiheit vorstelle. Ich denke dabei tatsächlich an eine Art von Early Retirement. Momentan stelle ich mir eine Selbstständigkeit vor mit einem Thema, welches mir mehr Spaß machen würde als das große Geld bringen. Dazu viel Reisen und Familienzeit. Das ist aber wirklich noch nicht ausgegoren. Vielleicht werde ich auch noch einige Jahre nach Erreichen der finanziellen Freiheit einfach weiterarbeiten. Und zwei mal im Monat mehr Essen gehen. Wer weiß.

Der Sinn des Lebens

Eines ist aber für mich klar: Nur aus Angst in ein Loch zu fallen oder nichts mit mir anfangen zu können, kann ich nicht aufhören die finanzielle Freiheit anzustreben. Mich selbst von Arbeit abhängig zu machen (durch übermäßigen Konsum) nur damit mir der Lebenssinn, meine Familie und mich zu ernähren, nicht verloren geht – das kommt nicht in Frage.

Wenn man sich Gedanken über das Thema finanzielle Freiheit und die damit verbundene Möglichkeit des Early Retirement macht, kommt man unter Umständen schnell dazu, sich mit dem Sinn des Lebens zu beschäftigen. Mich hier aus Angst vor unbequemen Fragen in die Abhängigkeit zu stürzen und zu verhindern, dass ich die finanzielle Freiheit erreiche – das kann nicht die Lösung sein!

Aus diesem Grund zählen für mich all die Studien über das Glück der Arbeit und das Unglück der Rente nicht. Das wäre für mich Selbstbetrug. Oder anders ausgedrückt:

Keine finanzielle Freiheit ist auch keine Lösung!

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Wir leben jetzt im Luxus https://www.kleiner-hai.de/2017/06/wir-leben-jetzt-im-luxus/ https://www.kleiner-hai.de/2017/06/wir-leben-jetzt-im-luxus/#comments Mon, 12 Jun 2017 07:15:41 +0000 https://www.kleiner-hai.de/?p=703 Meine Frau und ich leben jetzt im Luxus. Wir haben nämlich in ein neues Auto und ein neues Bett investiert gekauft. Unser neues Bett Darf man auf einem Immobilen-Blog, auf dem es um harte Zahlen, Finanzierungen und Immo-Deals geht, über weiterlesen...

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Meine Frau und ich leben jetzt im Luxus. Wir haben nämlich in ein neues Auto und ein neues Bett investiert gekauft.

Unser neues Bett

Darf man auf einem Immobilen-Blog, auf dem es um harte Zahlen, Finanzierungen und Immo-Deals geht, über sein neues Bett schreiben? Die Exstudentin Jenny meinte jeden falls, als wir sie auf der Invest in Stuttgart getroffen haben, dass sie gerne einen solchen Artikel lesen würde. Hier also der Bericht zu unserem neuen Bett.

Doppelbett mit Nachttischen
Unser neues Bett: 2 x 1 m x 2 m

Unser altes Bett war 140cm breit und hatte entsprechend nur eine Matratze. Während das für ein Junggesellenleben auch mit Damenbesuch völlig in Ordnung ist, so war es doch als Dauerlösung nicht ideal. Der Beschluss war also gefasst: Ein neues Bett soll her. Meine Frau hat dann ein halbes Jahr lang – eilig hatten wir es nicht – bei ebay Kleinanzeigen und Quoka etwa alle zwei Woche nach etwas passendem Ausschau gehalten.

Dann hat sie dieses wirklich coole Bett gefunden: 2 Matratzen mit je einem Meter. Üblich sind meist nur 2 x 90 cm. Dazu noch die schicken Nachttische und ein Holzbogen der aussieht als käme er direkt von der Brücke der USS Enterprise D. Ich war schnell überzeugt. Außerdem passt es gut zu unseren sonstigen Möbeln.

Anschauen und Abholen

Wir haben kurz angerufen und den Preis schon am Telefon verhandelt. Denn wenn man erst mal da ist, dann wird es schwieriger mit dem Verhandeln. Am gleichen Abend haben wir es noch angeschaut: Massivholz, top Zustand, Hergestellt von einem lokalen Möbelfabrikaten, sympathischer Verkäufer.

Da das Bett nicht in unseren kleinen Polo passt, haben wir also vereinbart, dass wir das das Bett in den nächsten Tagen abholen werden. Auf billiger-mietwagen.de haben wir dann einen kleinen Transporter gesucht. Am Wochenende war einer für gut 60 Euro zu haben. In der Woche darauf am Mittwoch aber für nur 22 €. Für den Verkäufer war es kein Problem ein bisschen länger zu warten. Natürlich wäre es am Wochenende angenehmer gewesen, aber der Preisunterschied war zu groß. So wurde das Abholen zur nächtlichen Aktion.

Angekommen, mit Hilfe des Verkäufers eingeladen, wie vereinbart 300 € bezahlt und wir waren Besitzer eines schönen neuen Betts. Zwei Lattenroste und die Matratzen waren auch im Preis dabei. Wenn wir mal ein gutes Angebot finden, werden wir neue Matratzen kaufen, aber dazu besteht keine Eile.

Dann war da noch dieses Regal, das der Verkäufer auch los werden wollte. Es passt super zu unseren bisherigen Möbeln und 50 € war schon ein wirklich gutes Angebot. Er hätte es sicher noch teurer los bekommen. Aber das Angebot es sofort einzupacken, ohne dass er noch mehr Arbeit damit hat, war ausreichend, um es für 30 € zu bekommen.

Das alte Bett

Unser altes Bett haben wir noch am gleichen Abend abgebaut und bald darauf im Keller eingelagert.

Polsterbett
Unser altes Bett mit 140cm Breite.

Das Polster war noch gut erhalten und ich hatte damals einen hochwertigen überteuerten Rost gekauft. Es war klar: Dieses Bett wird verkauft. Tatsächlich haben wir schon vor dem Kauf des neuen Betts versucht, das alte zu verkaufen, da wir ein sehr bequemes Schlafsofa gleicher Breite haben auf das wir dann ausgewichen wären. Da wir aber recht viel für das alte Bett verlangt haben, hatten wir es bis dahin nicht verkauft.

Nachdem wir das neue Bett gekauft haben, haben wir den Preis für das alte dann von 300 € über 250€ auf 220 € gesenkt in der Absicht es dann für 200 € zu verkaufen. Wir hatten dann auch einige Interessenten, aber entweder sie wollten noch weiter nach unten verhandeln oder es hatte aus anderen Gründen nicht geklappt. Wir hatten keine Eile das Bett zu verkaufen, im schlimmsten Fall wäre es als Gästebett mit in die neue Wohnung gekommen.

Nach insgesamt sicher über sechs Monaten Vermarktungsdauer haben wir das Bett dann schließlich tatsächlich für 220 € verkauft. Innerhalb dieser Zeit habe ich das Bett immer mal wieder neu auf den Portalen eingestellt, um wieder oben in der Liste zu stehen. Das hätte man zwar auch für ein paar Euro als Extraleistung kaufen können. Neueinstellen geht aber auch sehr schnell und kostet nichts.

Auf diese Weise haben wir also für rund 100€ (220 € – 300 € – 22 €) unser Bett ordentlich geupgradet. Und sind nebenbei noch für 30 € zu einem wirklich schicken Regal mit Milchglasschiebetür gekommen. Wir haben Bett und Regal jetzt schon seit über vier Monaten und haben seit dem nicht aufgehört uns immer mal wieder darüber zu freuen: Zum einen weil das Bett so bequem ist, zum anderen weil der Deal so gut war.

Unser neues Auto

Bisher sind wir mit einem kleinen roten Polo Baujahr ’98 mit Lack und Hagelschaden durch die Gegend gefahren. Mittlerweile hat dieser aber über 230.000 km und zeigt – auch wegen meiner nicht gerade idealen Pflege – immer mehr Probleme. Ein befreundeter KFZ-Mechaniker sagte, dass er für den TÜV im September nächsten Jahres, also in fast 1,5 Jahren, keine Chance mehr sieht. Man müsste viel zu viel schweißen, das wird nichts mehr. Und um die Macken zu beheben, die er jetzt schon hat wären das auch nochmal ein paar hundert Euro. Es war also klar: Ein neues Auto muss her.

Die Suche

Zuerst mussten wir herausfinden was wir tatsächlich wollten. Am Anfang wollten wir eine Automatik, das hat sich dann aber als schwierig herausgestellt, da die Auswahl in Deutschland so klein ist und bei vielen Kleinwagen die (Halb-)Automatik auch nicht so richtig angenehm ist. Also doch ein manuelles Schaltgetriebe. Jetzt hatten wir auf einmal eine riesige Auswahl. Und da die Zukunft des Diesels in deutschen Innenstädten fraglich ist, sollte es auch auf jeden Fall ein Benziner werden. (Elektroauto wäre natürlich super gewesen, aber leider noch nicht wirtschaftlich.)

Gesucht haben wir bei mobile.de. Da man gebrauchte Fahrzeuge immer anschauen muss, kamen nur Angebote aus der Umgebung in Frage. Für den Preisvergleich – und das war sehr angenehm – haben wir dann Angebote aus ganz Deutschland herangezogen. So konnten wir auch als nicht Automobilexperten die Preise doch relativ gut einschätzen.

Eine kurze Liebe

Für kurze Zeit hatte es uns ein Opel Astra angetan. Der Privatverkäufer ist uns im Preis sehr entgegengekommen, so dass es ein wirklich gutes Angebot war (6.800 €). Und der Wagen hatte wirklich viele Annehmlichkeiten: Funkschlüssel, elektrische Fensterheber, Klimanlage, Rückwärtspieper, Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, super angenehme Straßenlage, sehr komfortable Sitze. Dazu hatte es noch eine wirklich gute Automatikschaltung. Ein schönes Mittelklassefahrzeug – nicht viel teurer als so manches Kleinwagenangebot, welches wir gesehen hatten. Für 1.000 bis 2.000 Euro mehr ein solches Plus an Komfort – das wäre es uns Wert gewesen.

Der Haken waren dann aber die Reperaturkosten: Während ich beim Polo einen kaputten Scheinwerfer für 70 € beim Schrottplatz ersetzt hätte, wäre so ein edler Xenonscheinwerfer mit Kurvenlicht locker mit über 1000 € zu Buche geschlagen. Und sollte so ein Kurvenlichtmotor mal nicht mehr funktionieren heißt das gleich: neuer Scheinwerfer – spätestens zum nächsten TÜV-Termin. Und auch ansonsten kostet ein Mittelklassewagen auch bei regulären Wartungsarbeiten eben „mittel“. Mit etwas Glück hätte es vielleicht nie Probleme gegeben, aber das Risiko exorbitanter Reparaturkosten war uns zu hoch. Es fiel uns schwer, aber wir haben weitergesucht.

Die Vernuftlösung

Es sollte also bei einem Kleinwagen bleiben. Wir haben auch einige Kleinstwagen angeschaut, aber da haben wir uns einfach nicht drin wohlgefühlt. Vielleicht auch ein Luxus-Gewöhnungseffekt. Nachdem wir einige Autos angeschaut hatten, haben wird dann einen Ford Fiesta gefunden.

Ford Fiesta
Unser neues Auto: Ein Ford Fiesta

Mit Erstzulassung Ende 2012 und gerade mal 18.500 km fast ein Schnäppchen für 5.300 €. Allerdings war sofort ein Kundendienst fällig, der nochmal 300 € gekostet hat. Das Autohaus hat uns bestätigt was wir schon vermutet haben: Der Autohaus-Verkäufer hat alles konkret durch gerechnet und meinte dann ein solches Auto würden sie für 6.900 € verkaufen. Ankaufen würden sie es allerdings nicht, da es ohne elektrische Fensterheber und ohne Funkschlüssel nur schwer zu verkaufen sei.

Uns machen die fehlenden Funktionen wenig aus, da wir das vorher auch nicht hatten. So schlimm ist es nicht die Fenster zu kurbeln. Die Kurbeln laufen jetzt sogar viel leichter als noch beim Polo. Und, den Luxus habe ich ja schon angekündigt: Der Fiesta hat sogar eine Klimaanlage. Das ist nicht nur für den Wiederverkauf sehr gut, es ist auch wirklich eine angenehme Sache in so heißen Tagen.

Zweitwagen

Der Luxus geht weiter: Momentan haben wir zwei Autos. Da wir beide berufstätig sind, spart das immer einem von uns eine Fahrt von insgesamt 40 bis 60 Minuten pro Tag, je nach Verkehr, um den anderen von der Arbeit abzuholen. Das ist natürlich eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität täglich bis zu einer Stunde weniger im Auto zu sitzen. Durch Steuer und Versicherung (Zweitwagen fängt bei den Prozenten wieder viel höher an) belaufen sich die Mehrkosten etwa auf 500 € im Jahr.

Das Problem an der Sache: Der Polo kann ja jederzeit ausfallen und wir haben das neue Auto ja eigentlich nicht als Zweitwagen sondern als Ersatz gekauft. Den Zweitwagen brauchen wir aber nur noch etwa ein halbes Jahr, bis wir umziehen werden. Entweder wir behalten jetzt den Polo und hoffen, dass er das halbe Jahr noch durchsteht, oder wir kaufen noch ein sehr günstiges Auto (unter 1.000 €) und verkaufen den Polo in der Hoffnung dafür noch 200 € zu bekommen. Den neuen Zweitwagen könnten wir dann nach dem Umzug wieder verkaufen. Die Transaktionskosten von Autoverkäufen sind glücklicherweise deutlich geringer als die von Immobilien und belaufen sich im wesentlichen auf die Zeit fürs Suchen und 70 € zum Anmelden mit neuem Nummernschild. Fürs Nummernschild kann ich übrigens die Kennzeichenprofis sehr empfehlen. Für 13,48 bekommt man zwei neue Nummernschilder inklusive Versand. Das ist das günstigste was ich im Netz finden konnte und deutlich besser als die 40 €, die der kleine Laden (der zu einer großen Kette gehört) im Landratsamt verlangt. Und man darf sich noch gut fühlen: Es ist eine Behindertenwerkstatt, die die Schilder herstellt1.

Zurück zum Thema Zweitwagen: Hier bin ich noch etwas unentschlossen. Vermutlich trifft mich der Halte-Bias. Wäre der Polo jetzt nicht meiner würde ich ihn für 200 € nicht kaufen. Also müsste ich ihn eigentlich für 200 € verkaufen. Tatsächlich hoffe ich aber, dass er noch ein halbes Jahr macht. Wenigstens vier Monate wäre schön, die letzten zwei Monate würden wir dann auch wieder mit einem Auto überstehen.

Fazit

Zweimal haben wir Geld ausgegeben. Haben wir jetzt investiert oder konsumiert?

Investment oder Konsum

Auch wenn wir mir dem Auto zur Arbeit fahren und auch wenn gesunder Schlaf wichtig ist: Für mich sind das Lebenshaltungskosten, also Konsum. Wir haben versucht möglichst sparsam zu sein, aber trotzdem bleiben das Konsumausgaben.

Wenn ich höre, dass Leute „in einen neuen Fernseher investieren“, muss ich mich immer sehr zusammenreißen, um nicht gleich einen Vortrag über investieren und konsumieren zu halten.

Niemals etwas dringendes kaufen

Und zum Schluss noch ein Rat meiner Frau: Versucht niemals Dinge zu kaufen, die super dringend sind. Wer Zeit hat, auf das passende Angebot zu warten – sei es Kauf oder Verkauf – fährt immer besser. Es ist natürlich nicht ganz leicht, aber eine „vorausschauende  Fahrweise“ hilft.

Wie geht ihr mit dem Thema Auto um? Kauft Ihr gebrauchte Möbel? Interessieren Euch Artikel zum Thema sparsames Leben?

 

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