Immopreneur-Kongress 2018

Am 09. und 10. November fand er statt: Der Immopreneur-Kongress 2018. Frau Hai und ich waren dieses Jahr zum zweiten Mal mit dabei. Mit über 1000 Teilnehmern und drei Bühnen ist der Kongress auch dieses Jahr wieder gewachsen. Hier ein paar unserer Eindrücke vom Kongress zu Vorträgen und Networking.

Vorträge

Während letztes Jahr die Vorträge für uns im Vordergrund standen, war uns dieses Jahr das Networking wichtiger. Das hat natürlich mit immoMetrica zu tun. Doch dazu später mehr. Jetzt erst mal zu den Vorträgen.

Abschlussdiskussion: Dreht der Markt? So bereiten wir uns vor.

Anfangen möchte ich mit der Abschlussdiskussion am Samstagabend, weil diese schön die Stimmung auf dem Immopreneur-Kongress eingefangen hat. Gerald Hörhan, der Wolken aufziehen sieht, zitiert den Ratschlag eines schweizer Bänkers: „Haben Sie immer viel Geld! Vor allem im Crash“. Ob uns ein solcher im Immobilienmarkt in Deutschland bevorsteht weiß natürlich niemand. Oder wie Gerald Hörhan es sagt: Ob die Wolken ein wenig regnen werden oder ob es ein riesiges Gewitter wird, das kann noch keiner sagen. Doch der Punk gibt sich äußerst konservativ und warnt vor Überschuldung. Mehr als 80% Beleihungsauslauf sei verheerend in einem Crash. Und bei der Bewertung solle man konservativ vorgehen – so wie eine Bank das machen würde.

Abschlussdiskussion am Samstag auf dem Immopreneur-Kongress 2018
Abschlussdiskussion am Samstag

Oliver Fischer möchte auch langsamer machen: Statt 120 Einheiten möchte er nur noch um die zwanzig Einheiten im Jahr handeln. Und was macht Jakob Mährens Friseur? Der wird Makler.

Wenn es also schon soweit ist und „alle in Immobilien machen“, dann ist es sicher Zeit sich einmal genau zu überlegen, wie man weitermachen möchte. Doch bei aller Vorsicht, zu der gemahnt wird, alle machen weiter und bleiben zuversichtlich.

Andreas Sell: Immobilien – der ewige Boom?

Eine Art mit dem Risiko umzugehen ist wie Andreas Sell das macht. Er investiert nur über eine GmbH und nicht persönlich. Seine Darlehen sind Non-Recurse-Finanzierungen, das heißt, nur das Objekt welches finanziert wird haftet. Er übernimmt keine persönliche Haftung. Dafür ist natürlich „etwas“ mehr Eigenkapital notwendig. Für gewöhnlich investiert Sell mit 40% Eigenkapital plus Nebenkosten, so dass er etwa 50% der Investitionssumme selbst trägt. Das ist für Anfänger an Hochpreisstandorten natürlich schon eine Nummer.

Ich denke mir aber: Wenn ein Profi-Investor, der viel, viel mehr Ahnung von der ganzen Materie hat als ich solche Vorsichtsmaßnahmen ergreift, sollte ich dann nicht mindestens genauso vorsichtig unterwegs sein?

Achim Zimmermann: Der Immobilien-Kaufvertrag – Geld sparen und Ärger vermeiden

Das Grundbuch zu prüfen gehört zur Pflicht eines Notars, aber Achim Zimmermann rät dringend dazu das selbst zu machen und fragt „Welcher der 5 Teile des Grundbuchs ist am wichtigsten?“

Lebhaftes Gestikulieren
RA Dr. Achim Zimmermann ist voll dabei!
  • Aufschrift bzw. Deckblatt
  • Bestandsverzeichnis
  • Abteilung 1 (Eigentümer)
  • Abteilung 2 (Lasten und Beschränkungen)
  • Abteilung 3 (Hypotheken, Grundschulden, Rentenschulden)

Nach zwei Versuchen aus dem Publikum den wichtigsten Teil zu identifizieren schreit Rechtsanwalt Dr. Achim Zimmermann seine Zuhörer an: „DIE SIND AAAALLE WICHTIG!“

Wie schon im letzten Jahr war der Vortrag von Achim Zimmermann äußerst amüsant und lehrreich. Wer mehr von ihm sehen möchte kann in seinen Youtube-Kanal schauen. Nachdem wir Achim letztes Jahr bei der Abendveranstaltung kennen gelernt hatten, war es auch schön ihn dieses Jahr wieder zu sehen.

Steuern sind kein Diebstahl, Babs!

Letztes Jahr hatte ich einen Applaus für Jack Bosch kritisiert. Das hat anscheinend Eindruck hinterlassen. Zumindest hat mich Stephan Steup – Co-Organisator des Immopreneur-Kongress – darauf dieses Jahr, also ein Jahr später, angesprochen. Um ihn nicht zu enttäuschen, hier eine kurzer Kommentar zum Vortrag von Babs Steger. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht ihren ganzen Vortrag hören konnte. Gehört habe ich aber ihr Steuer-Bashing erster Klasse. Da kann ich nur sagen: Sorry, Babs, Steuern sind kein Diebstahl. Wer einmal in Indien war, weiß wofür wir Steuern zahlen.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich zahle auch nicht besonders gerne steuern und wenn es in der Steuererklärung etwas zu optimieren gibt, dann optimiere ich auch. Wir ihr lesen konntet hat mich der Vortrag von Johann Köber auch begeistert.

Vanessa Wenk: Renditeobjekte zum Nulltarif – Die 5 geheimen Strategien wie Du trotzt Höchstpreisen an die besten Immobilien kommst

Trotz eines Titels, der klingt wie Klick-Bait, hatte Vanessa einiges Interessantes zu erzählen. Ihr Motto „aus Scheiße Geld zu machen“ ist passend zum Titel schon sehr plakativ. Aber wenn sie dann erzählt, wie sie aus einer großen Fläche, die sie als Maklerin für über ein Jahr nicht für 2€/m² vermieten konnte, dann einen Coworking-Space gemacht hat und die entsprechenden Bilder dazu zeigt, ist das dann schon sehr beeindruckend. Später hatten wir dann auch noch Gelegenheit ein paar Worte mit Vanessa zu wechseln.

Vanessa Wenk auf dem Immopreneur-Kongress
Vanessa Wenk auf dem Immopreneur-Kongress

Networking

Natürlich hatten wir auch letztes Jahr schon mit einigen Leuten gesprochen, aber persönlich gekannt hatten wir vor dem Kongress noch niemanden. Dieses Mal dagegen hat es sich fast angefühlt wie ein Klassentreffen, weil überall so viele bekannte Gesichter waren. Das war natürlich sehr cool, auch weil ich so gleich ein paar Ansprechpartner hatte, um über immoMetrica zu sprechen.

immoMetrica

Pünktlich zum Immopreneur-Kongress bin ich nämlich mit meinem Tool immoMetrica live gegangen, welche ich über das letzte Jahr entwickelt habe. Natürlich werde ich immoMetrica noch in einem eigenen Post vorstellen. Hier nur ganz kurz: Man kann damit die Angebote von Immobilienscout24 professionell durchsuchen. So kann man zum Beispiel nach Quadratmeterpreisen oder nach erwarteter Bruttoobjektrendite suchen. immoMetrica hat auch ein ständig wachsendes Archiv und berechnet einige interessante Statistiken. So lässt sich beispielsweise die Vermarktungsdauer von Mietwohnungen in Abhängigkeit von Größe oder Anzahl der Zimmer an einem Standort analysieren.

Viele Gespräche

Der kleine Hai mit Thomas Knedel
Der kleine Hai mit Thomas Knedel

Ein besonderes Highlight für mich war sicher das Gespräch mit Thomas Knedel. So konnte ich 10 Minuten seiner Zeit gewinnen und ihm immoMetrica vorstellen. Er hat sich sehr interessiert gezeigt und hat sofort verstanden worum es geht. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob es hier wirklich zu einer Kooperation kommt. Thomas hatte da schon eine coole Idee, aber das wird erst verraten, wenn ich weiß, ob es wirklich klappt.

Auch mit Oliver Fischer und Rudi Brauner hatte ich Gelegenheit über immoMetrica zu sprechen. Rudi hat sich sogar noch erinnert, dass ich letztes Jahr von seinem Vortrag begeistert berichtet habe.

Mein letzten Mal hatten wir uns kurz mit Stefanie Schädel von Jeder kann Immobilien auf der Treppe unterhalten. Das war genug für ein freudiges Wiedersehen und ein etwas längeres Gespräch in der VIP-Lounge. Letztes Jahr hatte sie schon von ihren Challange Rooms erzählt. Das macht ihr auch immer noch viel Spaß – die Begeisterung ist ihr anzusehen. Seit diesem Jahr macht sie auch noch Hint Caching. Ich bin gespannt, was sie dann nächstes Jahr zu erzählen hat.

Frau Hai mit Stefanie Schädel auf dem Immopreneur-Kongress 2018
Frau Hai mit Stefanie Schädel auf dem Immopreneur-Kongress

Ebenso hat es mich sehr gefreut, Vincent Willkomm von freaky finance wieder zu sehen. Er war zusammen mit Florian von Geldschnurrbart super aktiv auf dem Kongress unterwegs, hat viele Vorträge gehört, Interviews geführt, Bilder und Videos gemacht. Wer sich für die Inhalte des Immopreneur-Kongress interessiert, aber dieses Jahr nicht dabei sein konnte, dem ist sehr zu empfehlen in den kommenden Wochen öfter mal auf Vincents Blog vorbei zu schauen. Sein Bericht zum ersten Kongresstag ist schon online.

Im Gespräch mit Steffen Lexa

Hätte ich ein Preis für den besten Werbeauftritt zu vergeben, so würde dieser an Steffen Lexa mit seinem noch jungen Unternehmen domus servant gehen. Im Style von „Der Pate“ war Steffen mit seinen Helfern am Stand: In schwarze Anzügen und mit roten Rosen machten sie ein Angebot, das man nicht ablehnen sollte. Ich fand den Auftritt so originell, dass ich mich unbedingt mit Steffen austauschen wollte. Er erzählte, wie er gemeinsam mit Arnd Uftring das Unternehmen gegründet hat und wie sie Hausverwaltung digitalisieren wollten. Ich bin sehr gespannt wie sich domus servant entwickelt.

Der Immopreneur-Kongress 2019

Du wärst nächstes Jahr auch gerne dabei? Der Immopreneur-Kongress 2019 findet am 14. und 15.09.2019 statt. Es gibt auch schon Tickets*.

Weiterlesen

Wer noch nicht genug vom Immopreneur-Kongress hat, kann hier weiter machen:

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Hinweis: Da wir als Medienpartner auf dem Kongress waren haben wir unsere Tickets kostenlos erhalten. Anreise, Kost und Logis haben wir selbst bezahlt.

 

 

 

 

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