2016 – Eine neue Ehefrau und ein neuer Job

2016 war ein tolles Jahr und es hat sich für mich viel verändert. Hier ein kurzer Rückblick auf mein persönliches Jahr und eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist. Doch zuerst noch eine kurze Anmerkung zum politischen Jahr 2016.

Das politische Jahr 2016

Man könnte fast das Gefühl haben, dass man sich entschuldigen muss, wenn man sagt, dass das Jahr 2016 großartig war. Die heute show schreibt „2016, Du warst so scheiße – 1933 hat Dir soeben eine Freundschaftsanfrage geschickt.“ Und in der letzten Ausgabe fragt Lutz van der Horst Passanten, wie das Jahr 2016 war. Nachdem alle sagen, dass es ein (sehr) gutes Jahr war, erinnert er die egozentrischen Passanten: „Donald Trump, Brexit, Flüchtlingskrise“. Auch John Oliver („Last Week Tonight“) sagt „Fuck you, 2016“ und sprengt das Jahr gleich symbolisch in die Luft.

Aber ist es denn wirklich so schlimm? Ist dieses Jahr wirklich alles anders? Ich habe mich schon länger im Rahmen meiner Low Information Diet von der Sensationsberichterstattung zurückgezogen und ich denke es hat mir gut getan. Vor wenigen Tagen habe ich „den Kommer“1 zu Ende gelesen, was mich (nicht ganz überraschend) in meiner Informationsdiät bestätigt hat. In der Infobox „100 Jahre Stresstest im globalen Wertpapiermarkt“ schreibt er über viele (meist tragische) Ereignisse und gesellschaftliche Umwälzungen, welche die Börsen einem Stresstest unterzogen haben. Daraus hier nur ein kleiner Auszug: Erster Weltkrieg, Hyperinflation, Weltwirtschaftskrise, Zweiter Weltkrieg, Kalter Krieg, viele weitere Kriege, deutscher Linksterrorismus, Tschernobyl-Unfall, Zusammenbruch der Sowjetunion, AIDS-Epidemie, Vogelgrippe, 11. September 2001, Umwelt- und Naturkatastrophen und Immobilien- und Finanzkrise 2008/2009. Die Liste bei Kommer ist noch etwas länger. Mit dieser Liste im Hinterkopf klingt „Trump, Brexit, Flüchtlingskrise“ – zumindest für mich –  nicht mehr so einzigartig bedrohend. Und damit meine ich nicht: Es könnte immer noch schlimmer kommen. Ich meine nur, wir sollten uns von den schlechten Nachrichten nicht verrückt machen lassen

Mein Jahr 2016

Für mich war 2016 ein ereignisreiches Jahr. Im Mai habe ich standesamtlich und im Juli in der Kirche geheiratet. Jeweils mit schönen Festen und vielen schönen Erinnerungen.  Zu unseren beiden bestehenden Immobilienprojekten kam noch ein drittes dazu. Alle Projekte werde ich bald einzeln vorstellen. Auf eine Veränderung in 2016 möchte ich etwas genauer eingehen. Ich habe einen neuen Job:

An meiner eigentlichen Tätigkeit hat sich nicht viel geändert, aber ich habe den Arbeitgeber gewechselt. Ich möchte hier nicht öffentlich die Vor- und Nachteile von neuem und altem Arbeitgeber besprechen, aber ich möchte kurz erläutern, wie ich meine Angst, einen Fehler zu machen, überwunden habe. Die Entscheidung ist mir nämlich nicht leicht gefallen. Mein Job hat mir auch bei meinem alten Arbeitgeber viel Spaß gemacht und ich habe unter den Kollegen dort wirkliche Freunde gefunden. Von meinem neuen Arbeitgeber habe ich mir – außer einem deutlich höheren Gehalt – bessere Rahmenbedingungen erhofft.

Ich denke es ist nachvollziehbar, dass mir in einer solchen Situation die Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Ich habe dann einen Ratschlag von Timothy Ferriss aus „The 4-Hour Workweek“ befolgt und mir ein Worst-Case und ein Best-Case-Szenario ausgemalt. Best-Case war: Mein Job macht mir noch genau so viel Spaß wie zuvor, ich verdiene deutlich mehr, habe wieder tolle Kollegen, und dazu noch bessere Rahmenbedingungen. Als Worst-Case habe ich angenommen, dass die Projekte dort alle langweilig sind, die Kollegen alle unausstehlich und dass ich nicht mehr gern auf Arbeit gehen würde. Hier endet das Szenario aber noch nicht. Denn im schlimmsten Fall, müsste ich mir – spätestens nach einem Jahr – wieder einen neuen Job suchen. Sicher, das wäre wirklich ärgerlich, aber es würde mein Leben nicht ruinieren. Auf lange Sicht, wäre dieses Worst-Case-Szenario also nur eine kleine Delle, bis ich wieder etwas besseres gefunden habe.

Also habe ich mich entschieden es zu wagen und habe es seit dem nicht bereut. Meine Projekte sind immer noch spannend, ich komme mit meinen neuen Kollegen gut zurecht und mit einigen meiner alten Kollegen bin ich noch immer in Kontakt und sehe sie auch noch öfters.

Natürlich hatte ich, nachdem ich gekündigt hatte, doch etwas Angst, ob ich vielleicht einen Fehler gemacht habe. Aber durch diese Technik habe ich mich getraut, diesen Schritt zu gehen, der sich für mich jetzt als richtig herausgestellt hat, soweit ich das nach fünf Monaten schon beurteilen kann.

Fazit

Keine Angst! Keine Angst vor den Veränderungen in der Welt. Lasst uns das Gute nicht aus den Augen verlieren. Und wo sollten wir dabei besser anfangen, als in unseren eigenen persönlichen Leben. Und auch hier, keine Angst vor Veränderungen! Solange wir uns selbst als verantwortlich für unser Leben betrachten, sollten wir Veränderungen als Chance begreifen.

Wie war Euer persönliches Jahr 2016? Habt Ihr auch große Entscheidungen getroffen oder stehen noch welche an?

Fußnoten

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